Der Dreifelder Weiher liegt westlich der Ortsgemeinde Dreifelden und ist mit 123 ha der größte der insgesamt sieben Weiher (Dreifelder Weiher, Haidenweiher, Hofmannsweiher, Postweiher, Brinkenweiher, Hausweiher sowie Wölferlinger Weiher) der Westerwälder Seenplatte.

Seit den 1970er Jahren werden die Interessen des Naturschutzes verstärkt an der Seenplatte berücksichtigt. Die Südhälfte des Dreifelder Weihers, der Brinkenweiher, der Haidenweiher und der Wölferlinger Weiher sind seitdem Naturschutzgebiete. Seit dem Jahr 2003 ist die Seenplatte auch großflächig als europäisches Naturschutzgebiet ausgewiesen. Schutzzweck dieses Gebiets ist der Erhalt des Feuchtgebiets mit seinen Wasserflächen.

Flachwasserzonen, Sumpfflächen und feuchte Grünlandflächen sind Standort und Lebensraum seltener Pflanzen und Tierarten, insbesondere seltener Vogel- und wassergebundener Amphibienarten. Vom Uferrundweg und dem Beobachtungsstand kann man die bemerkenswerten Vogelarten gut beobachten. Haubentaucher, Zwergtaucher, Rothals- und Schwarzhalstaucher sind Brutvögel. Reiherente, Tafelente und Stockente gesellen sich dazu.

Auf den beweideten Wiesen am Ostufer brüten Braunkehlchen und manchmal auch Bekassine und Wiesenpieper. Im Schilf haben Rohrammer, Teichrohrsänger und Wasserralle ihren Lebensraum. Auch für Amphibien sind die flachen Wasserbereiche von Bedeutung. Neben dem im Sommer überall rufenden Wasserfrosch kann man im Frühjahr die Laichwanderer Erdkröte, Grasfrosch, Bergmolch, Teichmolch, Fadenmolch und Kammmolch in Massen erleben. Die artenreiche Libellenfauna wird manchmal von jagenden Baumfalken "beerntet". Markant sind im Frühsommer die ausgedehnten Teppiche des Wasserhahnenfußes vor der Schilfzone.

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